Der Maskenmann
© Mari-Wall
Inzwischen sind fünf Monate verstrichen und Eva Maria ging ihrer Arbeit wieder nach.
Sie achtet sehr auf ihre neuen Informationen, damit sie sich nicht verplappert, oder gar ihr Handy liegen lässt. auch ihren Eltern konnte sie noch nicht einweihen. Christian Mösch hält sie auch auf dem Laufenden, denn für ihn ist es ebenfalls nicht so leicht, stillschweigen zu bewahren. Seine Mutter ist ja auch oft bei ihm und will die Neuigkeiten wissen. So achtet er sehr darauf, was er berichtet. Für Simon ist es sehr wichtig, dass er sein Buch fertig schreiben kann und überlegt sich wirklich, ob er nicht doch hier in der Hütte bleiben will. Es ist ein ruhiges Leben. In Frankfurt wäre alles wieder anders. Ob er dazu schon bereit ist, kann er jetzt noch nicht sagen. Er geht noch regelmäßig zum Kiosk. Der Friese löchert ihn weiterhin mit Fragen, doch hat er keine Chance. Er schweigt, wie ein Grab.
In dessen ist der „Höhlenfürst) so gefragt, dass ganz Frankfurt ihn schon in den Händen hielt. Eva Maria wartet schon, auf das nächste Buch von ihm. Elke und Joseph löchern sie auch ständig. „Mädchen, hast du noch immer nichts herausgefunden, wer sich hinter diesem Autor verbirgt? Ist denn vielleicht schon ein neues Buch von ihm herausgekommen?“
„Nein, ich kann noch nichts berichten und ein neues Buch kam auch noch nicht. Lest doch dann erst einmal die Vorgänger von ihm. sie sind ebenfalls so fesselnd.“
Während sie zur Arbeit fuhr, traf eine Nachricht von Simon ein. Sie hat seine Nummer unter dem Namen Robert gespeichert. so kommt sie nicht in Schwierigkeiten.
„Cousinchen, kannst du für drei Tage zur Hütte kommen? Muss dringend mit dir etwas besprechen. Sollten deine Eltern fragen, dann sage ihnen, dass du zu Christian fährst. Er braucht vor Ort deinen Rat.“
Sie überlegte:
„Frei machen könnte ich höchstens nächste Woche. Muss meine Kollegin Claudia fragen, ob sie für mich einspringen kann. Übernachten kann ich sicher wieder bei Christian.“
Rasch organisierte sie die freien Tage und schrieb ihm:
„Ja, ich komme am Sonntag. Habe die Vertretung organisiert. Weiß Christian Bescheid? ich muss ihn noch um Quartier bitten. Meinen Eltern flunkerte ich vor, dass er mich dringend benötigt.“
Er sendete nur einen Daumen hoch. Übermorgen fuhr sie mit ihrem Auto wieder in Richtung Hannover. Sie war sehr aufgewühlt und grübelte.
„was er wohl besprechen will? Weshalb hat er nicht einmal kurz angedeutet, um was es geht. Vielleicht hat es mit seinem neuen Buch zu tun, oder gar mit seinem Versteck spielen? Ich kann ihn ja verstehen, doch irgendwann sollte er sich wieder unter die Lebenden mischen.“
Mit Christian hat sie vereinbart, dass sie bei ihm Quartier nimmt. Er freut sich, dass Eva Maria bei ihm unterkommt. Sie ist so erfrischend und der Alltag bekommt Lebendigkeit.
Ihre Eltern haben den Köder geschluckt und schüttelten nur mit dem Kopf.
„Kind, passe bloß auf dich auf und mache uns keine Sorgen. Fahre vorsichtig und melde dich sofort, wenn du angekommen bist.“
Sie lächelte und verabschiedete sich mit einer Umarmung.
„Macht euch nur nicht immer so viele Gedanken. Ich bin schon groß!“
Sie hatte schon alles in den Koffer eingepackt und brachte ihn zum Auto. Drehte sich noch einmal um, denn sie schauten vom Fenster ihr nach und winkten.
„Gute Fahrt Eva Maria.“
Sie schrieb Simon und Christian, dass sie jetzt losfährt. „Melde mich, sobald ich angekommen bin.“
Simon hat seine Vorräte aufgefrischt und sich noch eine dritte Kaffeetasse und Glas gekauft. Bei Robert bekommt er alles. Was nicht vorrätig ist, besorgt er ihm. Trotzdem lässt er die Katze noch nicht aus dem Sack. Robert hat einen langen Atem.
Maskenmann, irgendwann erfahre ich schon, weshalb du so verdeckt hier lebst. Nicht, dass es mich stört, doch wäre schon schön, wenn ich weiß mit wem ich es zu tun habe. Würde dich ja gerne auch mal auf einen Tee besuchen. Im Dorf spricht man schon von dir. Sie machen sich ihre Gedanken, fragen sich was du verbrochen hast. Ich winke dann immer ab. Verbrochen sicher nicht, doch trägt er etwas mit sich, worüber er wohl nicht sprechen kann.“
Nachdenklich ging er zur Hütte. „Ich muss mir dringend Rat holen. Deshalb ist es wichtig, dass meine Cousine und Christian mich besuchen kommen. Mit dem Buch bin ich ja auch bald fertig, so dass ich es zum Verlag schicken kann. Nur was wird dann?“
Eva Maria kam in den Nachmittagsstunden bei Christian an. Simste Simon, dass sie vor Ort ist und sich erst einmal frisch machen möchte.
„Sollen wir heute noch vorbeikommen? Oder, wie hattest du es gedacht“
„
wenn es für euch nicht zu spät wird? Bitte kommt vorbei.“
Keine zwei Stunden später standen sie vor der Hütte. Den Wagen ließen sie wieder beim Kiosk stehen. Robert war nicht mehr da. Hatte wohl früher Feierabend gemacht.
Als sie direkt zur Hütte liefen, ging die Tür schon auf. Simon trat heraus und kam ihnen entgegen. Er umarmte seine Cousine und Christian reichte er die Hand.
„Kommt rein. Ich freue mich euch zu sehen. habe einiges mit euch zu besprechen. Auf meinem Herzen liegen so viele offene Fragen.“
Sie traten ein und sahen sich um. Im Regal lag ein dicker Stapel Blätter. Sie schauten ihn fragend an:
„Ist das dein neues Buch?“
Er nickte und fragte gleichzeitig:
„Kaffee oder Tee?“
„Lieber Tee, denn Kaffee haten wir vorhin erst.“
Draußen schien noch ein wenig die Abendsonne. Die Farbenpracht setzte sich auf das Herz.
„Sieht das nicht schön aus? Ich genieße es immer. Schon deshalb lohnt es sich, hier zu bleiben.“
Er goss allen Tee ein und hatte kleine Häppchen auf dem Tisch stehen.
Nachdenklich schaute er Eva Maria an und auch Christian. Sie tranken ihren Tee und nahmen von den leckeren Häppchen.
Dann räusperte er sich und stand auf. Lief zum Regal und holte das Bündel Papier.
„Ich würde von euch gerne wissen, wie ich den Titel nennen kann. Enthüllungsroman passt nicht so wirklich. Was meint ihr dazu?“
Er reichte ihr den Stapel hin. Sie begann das Deckblatt und Vorwort zu lesen. Christian schaute mit drauf und vertiefte sich in die Zeilen.
„Inneres sterben, würde mir dazu einfallen.“
Eva Maria schaute sie nacheinander an.
„Ich würde einen anderen Titel vorschlagen. Die verhängnisvolle Nacht.“
Simon strahlte. Ließ sie noch ein wenig in den Seiten herumblättern und lesen. Nach 30 Minuten sah er sie an und bekam seine ersehnte Rückmeldung.
„Inneres Sterben und das Erwachen“, sagten sie zur gleichen Zeit.
Simon sah sie lange an und räusperte sich:
„Ja, das ist es. ich werde diesen Titel nehmen. Sollte der Verlag ebenfalls damit einverstanden sein, wäre ich fertig.“
Sie stimmten Simon zu. „Es wird bestimmt ein Bestseller.“
Er packte die Seiten wieder ins Regal und sah sie stumm an.
„Der Friese ist schon sehr neugierig, betreffs meiner Person. Er meinte, dass im Dorf schon merkwürdige Gedanken im Umlauf sind. Meint ihr, ich kann mich zu erkennen geben? Würde gerne hierbleiben. auch meine Hütte etwas verschönern. Es gefällt mir hier. Möchte gerne einen Gästeraum anbauen. Auch die Sanitäre Seite verbessern. Im Winter ist es doch etwas ungemütlich.“
Christian sah ihn an und meinte:
Der Robert hat gute Kontakte und auch Freunde, die könnten mit anpacken. Ich könnte dir einen Stromgenerator besorgen. Dann wäre das Problem auch gelöst. wir können ja gemeinsam mit ihm sprechen und ihn deine Ideen vorschlagen.“
Simon nickte und schaute seine Cousine fragend an.
„Was meinst du Liebes?“
Ihr kamen die Tränen und sie stand auf und umarmte ihn.
„Es wäre wunderbar, wenn du wieder ins Leben zurückkehrst. Wenn du magst ruhig hier und wenn wir dich besuchen dürfen, wäre es ein guter Anfang.“
Er drückte sie fest an sich und lächelte zufrieden.
Simon brachte sie zur Tür und sie nahmen jetzt ihre Taschenlampen, denn es war doch schon sehr dunkel geworden.
„Bis morgen so zirka 17:00 Uhr wieder hier?“
Erleichtert ging Simon zurück in die Hütte und trank noch einen Tee. Machte sich Gedanken, wie er es angehen will. Eva Maria und Christian fuhren erleichtert zurück und unterhielten sich noch über die Wandlung.
„Gute Nacht Kleines, ich brauche jetzt meinen dringenden Schlaf.“
Sie drückte ihn ein wenig und ging ebenfalls in ihr Zimmer. Im Bett liegend, sann sie noch so manchen Gedanken nach.
„Wie werden die Dörfler und der Friese es aufnehmen? Können sie mit ihm fühlen? Oder sind es Menschen, die ihn als Feigling sehen, der nicht seinen Mann steht, wenn er solch ein Schicksal durchlebt?“
Nach einer Stunde schlief sie endlich ein. Morgens hörte sie Christian bereits in der Küche rumpeln. Sie sprang unter die Dusche und zog sich ein bequemes Blumenbehaftetes Kleid an. Sieht aus, wie der Frühlingsmorgen.
„Oh, wie herrlich duftet es hier. Kann ich gleich zum Frühstück kommen?“
„Ja, wenn du fertig bist, denn ich mag nicht, wenn man nicht angekleidet ist.“
„Ach Christian, nackend lege ich mich nur im Garten, wenn ich braun werden will. beim Frühstück bin ich auch lieber angekleidet.“
„Top, dann setze dich bitte hin. Kaffee kommt sofort. Habe auch Brötchen aufgebacken. Magst du ein Ei Liebes?“
„Gerne, du verwöhnst mich ja ordentlich. Wie bei Mama zu Hause.“
Sie genossen das Frühstück und im Radio spielte Vivaldi.
„Eva Maria, ich staune, dass du ebenso die Klassiker magst, wie ich. Es gibt nichts Schöneres zum Entspannen.“
„Christian, wäre es nicht toll, wenn deine Mama auch dazu käme heute? Sie ist doch ebenso neugierig und könnte in einer Stunde hier sein.“
Staunend sah er sie an. Nickte kurz und nahm sein Smartphone in die Hand. Drückte auf eine Taste und hielt es sich ans Ohr.
„Moin Mama, möchtest du nicht herkommen? Simon Stdareg will sein Geheimnis lüften.“ Stille! Dann hörte sie ihn sagen: „Toll, fahre bitte vorsichtig Mama.“
Eva Maria strahlte ihn an.
„wollen wir kurz zum Kiosk vorbeischauen, ob Robert da ist?“
Christian stand auf und ging zur Haustür und nahm im vorbeigehen den Schlüssel.
„Trödele doch nicht so. Schließlich können wir damit rechnen, dass Mama in zwei Stunden hier aufschlägt.“
Sie lächelte und eilte ihm nach. Sobald sie im Auto saß, fuhr er auch schon los. Drehte ein wenig am Radio herum und fand den Sender Naturrhythmen. Schweigend kamen sie am Kiosk an und sahen schon vom Parkplatz aus, dass der Friese da ist.
„Moin Dirn, habe schon gehört, dass du wieder im Lande bist. Suchst du immer noch deinen Cousin?“
Er wartete ihre Antwort gar nicht ab, sondern sprach gleich weiter.
„Der Maskenmann war heute Morgen schon sehr früh hier. Kaufte den halben Kiosk leer, als wollte er eine Party schmeißen. Lud mich ein, um 17:00 Uhr in den Wald zu kommen. Ich fragte sofort, willst mich um die ecke bringen. Dort wohnt kein Mensch, eher Wölfe seit neuestem.“
Lachend verstaute er seinen Einkauf und legte einen Zettel mir auf den Ladentisch. Nahm sein Rad und fuhr los. Kopfschüttelnd sah ich ihm nach und nahm mir den Zettel vor.
„Nehme die gleiche Richtung in den Wald, wie ich fahre. Dann läufst du immer gerade aus. Es kommen Ahornbäume und Rotbuchen rechter Hand, dort gehst du nach rechts, siehst sehr hohe Bäume und wenn du nach oben schaust, ist eine hellere Stelle zu erkennen. Diese Richtung gehst du weiter, dann siehst du einen Rauchfaden aufsteigen. halte dich direkt darauf und es wird nicht lange dauern, dann stehst du auf der Lichtung. Dort findest du meine Hütte. Versprich mir zu schweigen, Friese! 17:00 Uhr!“
Robert hob den Kopf in die Richtung, wo der Maskenmann verschwand.
„Was soll ich davon halten? Neugierig bin ich ja nun einmal. Was hat er vor? Erzählen soll ich es niemanden, doch wenn ich im Wald verloren gehe, oder gar die Wölfe mich beim Wickel bekommen, weiß keiner wo ich abgeblieben bin? „
Natürlich erzählte er den beiden nichts vom Zettel. Nur die Einladung könne er nicht verstehen? Wo er sich doch so bedeckt hielt die vielen Jahre. Kommt er jetzt zur Vernunft? Ich kenne diese Gegend nicht so gut.“
Robert räumte einige Waren hin und her, doch dann kam ihm die Lösung.
„Ich werde einen Zettel an die Ladenscheibe kleben. Bin im Wald und hoffe die Wölfe lassen etwas von mir übrig!“
„Robert, hörst du uns gar nicht zu?
Wir wollen gerne einige Sachen kaufen, denn Christians Mama kommt zu Besuch in zwei Stunden. Hast du noch so einige Knabbereien für eine schnelle Party?“
Nun d schaute er sich um und direkt Eva Maria ins Angesicht. Nickte rasch und stellte etwas zusammen.
„Wäre dies nach eurem Geschmack? Heute wollen mehrere eine Party schmeißen. Meine Vorräte gehen zur Neige. Ich muss nachher noch eine Bestellung machen. Darf es noch etwas sein?“
„Robert, es ist perfekt. Wir sehen uns!“
Christian und Eva Maria sahen sich an und eilten zum Auto.
„Was ist mit Robert los? Meinst du Simon hat ihn bereits eingeladen?“
„So wie er reagierte, bestimmt. Wir sollten uns beeilen, denn ich bin schon so aufgeregt. Schließlich wird deine Mama genauso unruhig sein, wie der Friese.“
Robert wartete bis sie außer Sicht waren, nahm ein Blatt und schrieb darauf:
„Bin im Wald und hoffe die Wölfe bekommen mich nicht zufassen!“
Schmunzelnd klebte er den Zettel von innen an die Ladenscheibe. Aufgeregt wie ein kleiner Junge betrachtete er seine Kleidung und sortierte sich ein wenig. Schaute noch in den kleinen Taschenspiegel und befand sich für Salonfähig.
Sie trafen gleichzeitig mit Christians Mama ein und aufgeregt umarmte sie die jungen Leute.
„Was ist nur los Junge? Ist etwas passiert?“
„Mama, du willst doch wissen, wer hinter der Maske sich verbirgt? Heute wird es gelüftet.“
Sie macht große Augen. Nervös fummelte sie am Auto herum.
„Komme noch einen Moment mit ins Haus, dann müssen wir uns bald auf den Weg machen. Ich räume nur die Party Snacks in den Rucksack, damit wir gut versorgt sind. Ein paar Getränke lud er in den anderen Rucksack. Eva Maria nahm den leichteren und er trug den mit dem Flaschen.
„Ich könnte auch etwas tragen, wenn ihr noch einen Rucksack übrighabt.“
„Hier, die Kühltasche mit den Frankfurter Würstchen kannst du nehmen. Kartoffelsalat musste heute der aus dem Kiosk genügen. Besteck und Party Teller sind auch eingepackt.“
Sie fuhren mit Christians Auto und parkten bei dem Kiosk. Sie schauten nur kurz hin und bemerkten den Zettel am Fenster. Eva Maria lief hin und lachte laut auf.
„Guckt mal, was der Friese geschrieben hat. Ob er ein Schisser ist? Oder hat der Maskenmann ihn Bange gemacht, wegen seiner langen Neugierde?“
„Sicher werden wir bald die Erklärung dafür erhalten.“
Bepackt liefen sie in den Wald. Zum Glück war der Himmel noch klar und der Weg ist gut zu erkennen. Dann sahen sie auch die rauchfaden vom Ofen und sie steuerten direkt darauf zu. Die Lichtung zeigte sich und niemand war zu sehen.
„Ob wir die ersten sind?“
Zurzeit blühten neben der Hütte Lupinen und auch der Fahn sah sehr hübsch aus. Gab dem Ganzen ein schönes Ambiente. Die kleine Quelle konnte man gut hören und alle atmeten tief die Luft ein.
Die Hüttentür blieb noch immer geschlossen. Sie liefen ein wenig um die Hütte herum und bestaunten die Bauweise. an der Quelle stand der Friese und schaute sich suchend um.
„Friese, du auch hier?
Wo ist der Maskenmann?“
„Keine Ahnung. Sollte um 17:00 Uhr hier sein. doch die Hütte ist verschlossen und niemand zu sehen.“
„Bleib ruhig, wenn er sagt 17:00 Uhr, dann wird er auch kommen. Schaute zur Armbanduhr und grinste. Noch drei Minuten Zeit.“
Genau auf die Sekunde hörten sie den Ton einer Klangschale. Die Tür öffnete sich und der Maskenmann trat heraus. Verbeugte sich und bat sie einzutreten. Die Frauen gingen zuerst hinein, danach die Herren.
Der Maskenmann trat danach zu ihnen und schloss die Tür.
Der Friese und Christians Mama schauten sich gründlich um.
„Hier lebst du Maskenmann? Alle Achtung. Bescheiden, aber schön.“
Die Maske behielt Simon noch auf. Begrüßte sie herzlich und schenkte die Getränke aus. Er hatte wirklich eine Flasche guten Sekt im Kühler. Da war frisches Quellwasser drin, denn dies dient zur Kühlung. Später wird er ja umbauen und einen Kühlschrank sich anschaffen. Pläne hat er schon durchdacht. Sie müssen nur noch umgesetzt werden.
„Ich habe euch eingeladen, um endlich meine Maskenzeit zu beenden. Mein Neues Buch ist beim Verlag.
Konnte es gestern fertigstellen. Zu Beginn möchte ich mit euch auf das neue Buch anstoßen.
Friese, dir danke ich für deine Geduld und Freundschaft über die vielen Jahre. Meine Cousine Eva Maria danke ich sehr, dass sie mich gesucht hat und trotzdem noch verschwiegen war, bis ich soweit war, um mein Geheimnis zu lüften. Christian Mösch durfte ich somit durch seine Hilfe kennen lernen. Dir danke ich ebenfalls.
Deine Mama Ute kenne ich als Fan sehr gut, denn sie rezensiert stets meine Bücher. Danke liebe Ute.
Wie ich weiß, habt ihr alle den Höhlenfürst gelesen und somit die Geschichte des Siegfried kennengelernt. Seine Geschichte ist meine Geschichte. Sie hatte mir den Lebensinhalt genommen. Lange brauchte ich, bis ich verstand, dass ich weiter machen darf und liebe Menschen noch da sind, für die ich mich zeigen möchte. Die zeit des Maskenmanns ist nun zu ende. Ich werde jetzt die Maske entfernen und sie für immer ablegen. Sie wird ein Platz an der Wand bekommen. Prost ihr Lieben! Nahm die linke Hand und zog ganz langsam die Maske herunter. Stille! Simon Stdareg, du verbirgst dich dahinter! Robert stand auf und nahm ihn in seine Arme. „Junge, du bist ein starker Mann. Ich habe deine Geschichte gelesen und damals auch in der Presse verfolgt.“ Ute stand auch auf und nahm seine Hände. „Junge, du bist ein sehr guter Autor und hast die Menschen mit deinen Büchern zum Nachdenken gebracht.“ Eva Maria stand ebenfalls auf und umarmte ihn. „Simon, du bist zurück im Leben. Ich bin für dich da und gerne bereit dein Leben mehr Inhalt wieder zu geben.“ Er sah sie an und Tränen liefen ihn über die geröteten Wangen. Christian legte seine Hand auf seiner Schulter und sagte: „Ich würde mich freuen, wenn ich dich Freund nennen darf.“
Die Gläser klirrten und nun nahmen sie alle reichlich vom Mitgebrachtem.
„Frankfurter Würstchen, oh wie lecker.“