Fortsetzung auf dem Dachboden
von
© Mari-Wall
Bonn wir kommen
Dagmar war so erfürchtig vom Ganzen, dass sie keinen klaren Kopf hat. Ihr Mann nahm sie liebevoll in den Arm und ging mit ihr über die Terrasse in den Garten. So malerisch die Farbenpracht und dies im Oktober. Das Panorama zum Rhein fantastisch. So viele schiffe fahren hier vorbei. „Was für ein Anwesen. Es ist das Paradies auf Erden. Der Pool ist auch noch Betriebsbereit. Wir könnten die Tage nutzen und schauen ob wir hier Fuß fassen könnten.“
Dagmar ist hin und weg von der Aussicht.
„In dem pool könnte ich Schwimmunterricht geben. Sogar mit den Schülern trainieren für Meisterschaften. Schatz du könntest dir deinen Traum erfüllen ein Segelboot. Guck mal dort hinten ist sogar ein Anlegesteg. Alles vorhanden.“
Joachim Finke trat zu ihnen und meinte:
„Das Anwesen hat ein eigenes Bootshaus. Dort hinten ist eine kleine Jacht drin. Ich kann sie ihnen zeigen, denn sie gehört ebenfalls zum Erbe.“
„Sind sie sicher, dass bei der Liste alles draufstand? ich fühle mich, als träumten wir nur. Es ist doch viel Größer als Helena Wagner mitgeteilt hatte.“
Er lächelte und nickte zustimmend.
„Es gibt noch ein Brief, wenn sie das Erbe annehmen. Frau Wagner war eine sehr gute Freundin ihrer Großmutter. Sie verbrachten hier viele Monate oft zusammen. Nach dem Tod ihres Mannes, kümmerte sie sich auch um ihre Oma. Leider verstarb sie ja auch vor zwei Jahren. Diesbezüglich wollte sie es ihnen vererben.“
Nun traten auch die Kinder heraus und staunten.
„Mama, bitte wir wollen hierbleiben. Sicher gibt es in der Nähe auch ein Gymnasium. Oder es fährt ein Bus in die Innenstadt.“
Die Haushälterin trat zu ihnen
„Sie sollten es sich wirklich gut überlegen. Ich würde mich sehr freuen, wenn in dieses Anwesen leben hereinkommt.“
„Was meinen sie Frau Becker? Könnten sie sich damit anfreunden? Ich würde sie auch gerne weiter betreuen und beraten.“
Dagmar schaute immer zum Pool und flüsterte, ich gehe jetzt in den Pool und schwimme einige Bahnen und dann entscheide ich.“
Nachdem Sie mehrere Bahnen schwamm, lächelte sie den Kindern zu und rief:
„Kommt rein, es ist herrlich. Wenn ihr es auch für toll befindet, sage ich ja.“
Keine zwei Minuten und die Kinder sprangen ins Wasser. zogen ihre Bahnen und neckten sich.
Joachim Finke strahlte vor Freude.
„Helena Wagner wird ihnen weiterhin hold bleiben.“
Als die Euphorie abklang, saßen sie wieder gemeinsam auf der Terrasse und Elfriede Ulrich öffnete eine Flasche Champagner.
Nun ging es an die Unterzeichnung der Erbschaftspapiere. Dagmar glühten die Wangen vor Aufregung. Ihr Mann war ganz blass um die Nase geworden. Die Kinder hielt es nicht mehr auf den Plätzen und sie liefen im Garten umher.
„Alles gehört jetzt Mama, Also Uns!“
Ihre Fahrradtouren wird sie nun von Bonn aus starten und den Flughafen Düsseldorf nutzen. Arbeitsmäßig kann sie auch umswitchen, denn die Lebenshilfe, sowie Inklusion benötigt auch in Bonn gutes Personal. Die Firma ihres Mannes hat eine Außenstelle in Bonn. Dies ist sicher auch machbar.
Nachdem sie alles unterzeichnet hatte, überreichte er ihr eine roten Briefumschlag. Sie nahm ihn entgegen und zitterte ein wenig. Es stand nichts darauf. War aber zugeklebt.
„Ich sollte mich jetzt verabschieden. Wenn sie Fragen haben rufen sie mich an, oder kommen sie zu mir in die Kanzlei. Einen guten Aufenthalt und baldiges Wiedersehen.“
Die Haushälterin zog sich auch zurück und teilte mit, „dass sie in ihren eigenen Räumen ist, falls sie etwas benötigen. Das Abendessen ist im Backofen vorbereitet. einen Auflauf.“
Sie bedankten sich bei ihr und wünschten angenehme Stunden.
Sie schauten auf den Rhein und schwiegen alle.
„Mamma, öffne doch bitte den Brief. Wir sind ganz nervös, was sie dir geschrieben hat.“
Den Brief öffnete sie Vorsichtig mit einem Messer. Zog ein beschriebenes Blatt heraus. Sie hatte wirklich eine schöne Handschrift.
*
„Liebe Frau Dagmar Becker!
Nun halten sie den roten Umschlag in den Händen. Rot, weil es die Lieblingsfarbe von mir ist. Ich bin sehr dankbar, dass sie das Erbe angenommen haben und ebenso ihre Familie mit ihnen dieses Haus bewohnen werden und mit Leben füllen.
Ich muss ihnen noch mitteilen, dass zu diesem Anwesen noch mehr Land gehört. Die „Rote Lady“, meine kleine Jacht gehört dazu. In der ersten Garage steht ein roter Ferrari, den ich sehr liebte. In der zweiten ist ein Maserati, den fuhr mein lieber Mann. In der letzten Garage findest du ein besonderes Sportfahrrad, denn ich wusste von deiner Oma, dass du Radtouren liebst. Dies ist ein Geschenk von mir persönlich. Die Jacht hoffe ich wird dein lieber Mann gerne nutzen, denn er möge sie rot lassen, darf ihr aber Farbtupfer hinzufügen. Ich habe die Kinder nicht vergessen. Für sie ist ein Sparbuch angelegt von 70 000 Euro. Für jedes Kind extra natürlich. Die Haushälterin bekommt aus einem Fong ihre Monatliche Rente zugewiesen. Also keine Sonderausgaben für euch.
Zum Erhalt des Anwesens wird aus dem Fong gegriffen, was der Anwalt übernimmt. Ihr seid gut daran getan, Joachim Finke weiterhin die Geschäfte führen zu lassen. Später übernimmt sein Sohn die Kanzlei. Auch diese Ausgaben sind abgesichert.
Es kommen regelmäßigen Einnahmen aus dem Weingut, was verpachtet ist und ihr jährlich verschiedene Weine erhaltet. Anschauen solltet ihr euch dieses Landgut. Denn die Pächter sind wirklich liebe Menschen.
Das Guthaben meines Privatkonto wird dir sofort übertragen, wenn Joachim Finke die Bankverbindung erhält. Das Firmenkonto solltest du so bestehen lassen, da wird nur der Zusatz hinzugefügt, Eigentümer Dagmar Becker. Wie gesagt liebe Dagmar, für alles ist gesorgt und ihr werdet keine Sorgen haben. Auf dem Firmenkonto ist ein Betrag von einer achtstelligen Summe vor dem Koma. Das Private hat eine siebenstellige Summe vor dem Koma.
Nun verabschiede ich mich von euch und haltet die Liebe im Herzen, so wie ich mein Leben gelebt hatte. In Liebe Emilia Wagner.“
Bonn, den 13.01.2026

Dagmar legte den Brief auf den Tisch und es war so still um sie herum, dass man die Bienen noch summen hörte. Langes Schweigen. „Kneift mich mal, ich träume wohl noch immer.“
Keine drei Monate verstrichen, dann war der Umzug erledigt. Norderstedt verließen sie zwar mit einer Träne im Auge. Doch Bonn verspricht ein neues Abenteuer. Auf dem Dachboden kommen sie nun auch noch, denn da wurde noch so manches Stück dazu gestellt.

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