Hinter der Maske
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von Mari-Wall
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Simon wohnt seit sieben Jahren Mitten im Wald. Seine Hütte beträgt nur ein Raum. Sein Leben ist ganz auf Natur ausgerichtet. Sie liegt sehr versteckt im Teutoburger Wald. Die kleine Lichtung verbirgt sich so tief im Wald, dass sich Niemand dorthin verirren kann. Genauso, wie Simon es sich wünscht. Ein schweres Schicksal ereilte ihn vor Neun Jahren, dass er alle Zelte abbrach und die Stadt Frankfurt am Main verließ. Seitdem hat man ihn nicht mehr gesehen. Alte Freunde und verwandte waren bemüht ihm zur Seite zu stehen. Natürlich ohne Erfolg. Seine Hütte beträgt 15 Quadratmeter nur. Darin befindet sich ein Schlafsofa, ein Tisch mit zwei Stühlen und ein offenes regal über die eine Wand. Darin sind alle seine Sachen untergebracht. Rechts neben der Tür hat er einen kleinen Gusseisernen Ofen. Im Volksmund bezeichnet man dieses edle Teil als „Hexe“. Schränke befinden sich nicht darin. Für ihn sind die offenen Teile passend. So findet Simon sofort, was er benötigt. Ziemlich gute Aufteilung. Links sind die Kleidungsstücke, Mittig des
regales Papiere, Bücher und seine Laptop. Anschließend reiht sich das Küchengeschirr. Viel benötigt er nicht. Eine Metallkanne, einen Topf, 2 Tassen, 2 Teller und mit dem Besteck verhält es sich ähnlich. Vielleicht rechnet er doch mit Besuch. Nur ist er da noch sehr in seinem Schmerz verwachsen. Zurzeit herrscht die dunkle Jahreszeit. Da gibt es keine Spaziergänger und Wanderungen im Wald. Die Hütte hat er von einem alten Freund übernommen. Leider gibt es ihn nicht mehr. Was Simon sehr bedauert. Sie hatten in jungen Jahren einige Abenteuer im Ausland erlebt. Auf seinem Smartphone sind diese Erlebnisse noch gespeichert. Nur liegt dies im Regal und seit sieben Jahren nicht mehr benutzt. Der Akku ist auch leer. Strom hat er nicht.
Für sein Laptop nutzt er die größte Powerbank. Gelegentlich benötigt er ihn für Schriftstücke. Muss er sie aufladen lassen, fährt er mit dem Fahrrad in den nächsten Ort. Es ist heute wieder einmal soweit, denn sie ist total leer. Er zog seine dunkelblaue Regenbekleidung an uns setzte seine graugrüne Maske auf. Niemand soll ihn erkennen und ihn ansprechen. Simon könnte es noch immer nicht ertragen, über das Geschehene zu sprechen. Sein Herz blutet und die Verzweiflung packt ihn ständig von Neuem. Da es schon seit dem frühen Morgen regnet, sind sie alle bedacht rasch ihre Erledigungen heimzutragen. So beeilter er sich in den Ort zu gelangen. Simon nimmt immer den kleinen Kiosk am Dorfrand. Robert sah ihn schon von Weitem. Winkte ihm entgegen. „Moin Maskenmann, was kann ich für dich tun?“ „Guten Morgen Friese! Ich will die Powerbank tauschen. Sie ist schon wieder leer.“ „Was machst Du nur damit?“ „Ist mein Geheimnis“ Gib mir von deinem Powerriegel sieben mit. Zwei Flaschen Milch nehme ich noch. Ach ja, packe mir noch von deinem Pumpernickel zwei Pakete dazu.“ “Maskenmann meinst nicht, dass Du mir langsam mal verraten kannst, woher du stammst?“ „Nein, Friese, ist schon so recht alles.“ Simon zahlte seine Rechnung und verstaute es in den Fahrradtaschen. Winkte Robert zu und fuhr los. Der Regen war natürlich stärker geworden, doch machte es ihm nichts aus. So war Simon sicher, dass niemand auf seinem Heimweg ihn kreuzte. An der hinteren Seite der Hütte war ein Unterstand angebaut. Dort stellte er das Rad ab. Auch befand sich das WC, was einfach strukturiert gebaut wurde. Lange Aufhalten im Winter war nicht angesagt. Wirklich alles sehr Naturverbunden. Bis heute verirrte sich Niemand in diese Gegend. Was natürlich von ihm gewollt war.
Indessen ging in Frankfurt das Leben weiter. seine Cousine Eva Maria hatte ihre Ausbildung als Bibliothekarin beendet und arbeitet in der Stadtbücherei. Sie wurde auf einen neuen Autor aufmerksam und organisierte die neuesten Exemplare. Fesselnde Thriller! Ihr ist der Autor Simon Stdeareg nicht bekannt. Die Leute rennen Ihr die Bücherei ein. Alle schreien nach seinen Büchern. „Wer mag dies sein? Mein Bauchgefühl meldet sich bei diesen Inhaltsthemen. Ob er doch ein bekannter Autor ist? Oder habe ich es nur vergessen?“ Zu Hause befragte sie ihre Eltern. „Kennt ihr den Autor Simon Stdeareg? Ich habe mal sein neuestes Werk mitgebracht.“ Elke nahm erfürchtig das Buch in ihre Hand und blätterte darin herum. „Darf ich es lesen? Oder musst du es morgen wieder mit zur Arbeit nehmen?“ „Der Höhlenfürst“ ist ganz neu erschienen.
„Ich kenne es auch noch nicht und habe es mir ausgeliehen. Du kannst es in ruhe durchlesen.“ „Danke, mein Kind!“ Elke begann sofort mit dem Lesen. Man hörte nur von ihr: „Ah, oh, wie, was? Mein Gott!„
Den Rest des Abends hörten sie von Ihr nichts mehr. Joseph staunte nicht schlecht, wie vertiefst sie im Lesestoff verharrte. „Eva Maria, meinst du, dass es auch etwas für mich ist?“ „Papa, warum nicht? Viele Männer kaufen seine Bücher. Ich bin immer ganz erstaunt, wie schnell sie damit durch sind und sich das nächste schon holen.“ Morgens trat Elke an den Frühstückstisch und war übermüdet. „Mama, hast du die ganze Nacht durchgelesen?“ Sie nickte nur und schenkte sich einen Kaffee ein. „Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Das Schicksal dieser Familie zerriss mir das Herz. Ganz ähnlich, wie bei meinem Neffen. Siegfried hat ein solch schweres Schicksal erlitten, dass man unbedingt den weiteren Verlauf lesen musste.“ Jetzt öffnete sich die Schlafzimmertür und Joseph trat zu den Frauen. „Was ist denn hier los? Habt Ihr euch in den Haaren?“ „Ach Papa, was du denkst! Mama hat die ganze Nacht durchgelesen und ist so erschüttert und übermüdet.“ „Wie du bist fertig? Dann reich mir doch mal den Höhlenfürst.“ Sie gab ihn das Buch und trank hastig den Kaffee aus. „Ich muss mich noch einmal hinlegen für zwei Stündchen.“ „Mache dies ruhig, denn heute liegt nichts an.“ Eva Maria erhob sich und nahm ihre Handtasche und ging zur Tür hinaus. „Habe einen guten Tag Kleines.“ Er nahm das Buch und setzte sich auf das Sofa und begann sich sofort darin zu vertiefen. Nach einigen Stunden sah Elke nach ihm. „Was sagst du zu diesem Buch?“ Ganz erschüttert schaute er seine Frau an. „Das gleiche Schicksal, wie Simon es erfahren hatte. Ist das ein Zufall? oder verbirgt er sich hinter diesem Autor?“ „Er war ja mit einmal verschwunden und Niemand hat ihn mehr gesehen!“
Simon setzte sich an seinem Laptop und schrieb über seine Ängste und seinem Schicksal. „Wie kann ich nur endlich vergessen? Werde ich nie aus dem Wald mehr herauskommen? ob eventuell der Rest meiner Verwandtschaft nach mir sucht?“
Eva Maria ließ das Buch nicht mehr los. Sie suchte im Internet nach Angaben über diesen Autor. „Es kann doch kein Zufall sein, dass ausgerechnet der Autor Simon heißt und das gleiche erlebte, wie ihr Cousin.“ Sie setzte alle Hebel in Bewegung, um dem Autor zu finden. „Wie es oft im Leben so ist, kennt einer den Anderen und somit erfuhr Eva Maria, dass in der Nähe von Hannover ein Typ mit Maske herumläuft. Niemand weiß wer er ist. Sieben Jahre soll er dort schon sein.„ Nichts ließ sie aus. Am Ende entschied sie, dorthin zufahren und vor Ort zu forschen. Christian Mösch wohnt in der Nähe vom Teutoburger Wald. Sicher kann ich für einige Tage bei ihm quartier nehmen.“ Eva Maria reichte Urlaub ein und teilte ihren Eltern mit, dass sie der Sache auf dem Grund gehen will. „Passe bitte auf dich auf und melde dich in Abständen.“ Rasch war der Koffer gepackt und zum Glück hatte ihr kleiner Smart erst TÜV gehabt. Sie traf in den Nachmittagsstunden bei Ihm ein. Freudig begrüßte er sie. „Oh Mädchen, wir haben uns ja eine Ewigkeit nicht mehr gesehen! Komm rein und berichte, was dich hierher verschlägt?“ Mein Cousin ist doch seit sieben Jahren verschollen. Niemand weiß wo er abgeblieben ist. Jetzt entdeckte ich in den letzten Monaten einen Autor, der das gleiche Schicksal in seinem letzten Thriller beschrieb.“ Durch meine Recherchen kam ich in diese Gegend. Es soll hier einen Maskenmann geben. Keiner kennt ihn.„
Christian nickte sacht. „ja, ich habe davon gehört. Im Nachbardorf soll er an dem Kiosk von Robert Ort sein. Er kauft dort seine Nötigsten Sachen und vor allem tauscht er immer seine Powerbank. Also lebt er wohl ohne Strom? Sie setzen sich in seine gemütliche Küche und tranken einen Kaffee. „Eva Maria, was hast du für Pläne?“
„Kennst du wo man hier so ohne gesehen zu werden leben kann? Gibt es irgendwo in der Nähe des Kiosk eine Herberge, wo man sich so lange verstecken kann?“ „Ich hörte mal von einem alten Freund, dass es mitten ich dichten Wald eine kleine Lichtung gibt, wo eine Hütte steht. Die ist aber wirklich nicht groß und Strom gibt es dort auf keinen Fall. Es soll sich aber eine Quelle in der Nähe befinden. Schon ein gutes Versteck, wenn man nicht gefunden werden will.“ Eva Maria atmete tief durch und lächelte. „Ich komme ihn auf die Spur. Es wird Zeit, dass er nach Hause kommt.“ „Sei bitte vorsichtig mit deinem Auftreten bei ihm, falls er es ist. Es hat ja seinen Grund, weshalb er sich versteckt. Eva Maria kennst du sein Problem?“ „Ja! Er war mit seinem Freund Marcel in Sri Lanka auf Abenteuerurlaub. Während dieser Zeit hatte seine Frau einen Unfall gehabt. Sie war mit den kleinen Anton und dem Baby Annabell auf dem Weg zu ihren Eltern. Da raste ein Geisterfahrer direkt Frontal in ihr Wagen. Keine Chance gehabt. Sie waren sofort tot. Der Wagen explodierte und fing Feuer.“ Simon reiste sofort heim und war seit dieser Zeit Schweigsam wie ein Grab. Niemand ließ er mehr an sich heran. Er regelte die Formalitäten, verkaufte das Haus und verschwand. Keiner wusste wo er abgeblieben ist.“ „Ich wusste gar nicht, dass er mit Silke verheiratet war? Wie alt war denn der Kleine Anton?“ „Er wäre eine Woche später fünf Jahre alt geworden. Die Annabell war erst 18 Monate alt.“ „Schreckliches Schicksal für Ihn und der Familie!“ „Wie ich später in den Medien hörte, kam der Typ mit dem Leben davon. Er war voller Drogen und solche Idioten haben natürlich Glück.“ „Na, ich weiß nicht. Glück würde ich dazu nicht sagen, denn er wird seine Schuld ein Leben lang mit sich tragen.“ „Ja schon, aber er lebt!“ Christian nickte nur. „Wollen wir zum Kiosk fahren? Vielleicht kann Robert uns noch mehr berichten.“ “Okay, dann lass uns mal losfahren. Sicher schließt er bald.“ Es dauerte keine Zehn Minuten, dann standen sie schon vor dem Kiosk. „Moin Christian, wen hast du da hübsches im schlepp?“ „Eine Freundin meiner Mutter. Sie sucht ihren Cousin. Er ist seit sieben Jahren aus Frankfurt verschwunden.“
„Hier kommt seit Jahren ein Maskenmann zum Einkaufen. Redet nicht viel und Fragen beantwortet er auch nicht.“ „kannst du ihn beschreiben?“ „ja. Er ist 1,80 Groß, zirka 75 Kilogramm. Habe mal eine blonde Locke aus dem Regenhut vorgucken sehen.“ Erwartungsvoll sah er Eva Maria an. „Er könnte es sein.„
„Weißt Du in welche Richtung er mit seinem Fahrrad fuhr?“ Robert zeigte in die Richtung des Waldes. Sie bedankten sich bei ihm und versprachen noch einmal vorbeizuschauen, ehe sie wieder nach Frankfurt abreisen würde. Christian lief wieder zum Auto und murmelte vor sich hin. „heute hat es kein Sinn mehr. Es wird bald dunkel. Lasse uns am Morgen gleich losmarschieren. Besser wir rüsten uns gut aus. Könnte länger dauern.“ Eva Maria wälzte sich Stundenlang im Bett herum. Sie konnte einfach nicht die ruhe finden, um endlich schlafen zu können. Ihre Gedanken kreisten nur um Ihren Cousin herum. Es hat wirklich keinen Zweck liegen zu bleiben. Rasch zog sie sich an und ging in die Küche. Mit Erstaunen bemerkte sie Christian schon an der Kaffeemaschine hantieren. „Guten Morgen meine Schöne. Kannst auch nicht schlafen?“ „Nein! Ich frage mich immer, ob r es wirklich sein kann? Nur weshalb läuft er dann mit einer Maske herum? Er hat doch nichts verbrochen.“ „Mache dir nicht zu viele Gedanken. Niemand weiß, außer ihm selbst, warum.“ „Wir sollten das Auto am Kiosk stehen lassen und von dort die Richtung zu Fuß aufnehmen.“ „Wenn du dir davon etwas versprichst, Eva Maria?“ Am Platz vor dem Kiosk ist es totenstill. Nicht einmal Robert ist zu sehen. Sie nahmen ihre Rucksäcke und Proviant auf und gingen in die Richtung, wo Robert hin verwies. Die morgendliche Waldfrische tat gut. Machte den Kopf frei. Hier könnte man es gut aushalten. „Christian, wie geht es dir eigentlich? Vergaß vor Aufregung ganz danach zu fragen.“ Er hob nur den Daumen hoch und flüsterte: „Wir sollten leiser sein, damit eventuelle Geräusche gut zu hören seien. Sonst verpassen wir sicher einen Hinweis.“ „Stimmt!“ Zirka ein Stunde liefen sie nur der Nase nach in die gleiche Richtung. Eva Maria blieb stehen. Christian fasste sie an den arm und schaute sie fragend an. „Riechst du es?“ „Ja, leichter Rauch. Wie bei einem Feuer.“ „Lasse uns definieren, welche Richtung wir nun nehmen sollten.“ Christian zeigte nach links. Dort sind auch mehr hellere Stellen an den Baumwipfeln.“ Sie schaute direkt hoch und entdeckte einen feinen Rauchfaden. „Ob es dort brennt?“ „Nein, ich vermute das dort die Hütte stehen könnte. Ob da eine Heizquelle vorhanden war, kann ich mich nicht mehr entsinnen. Lasse uns direkt darauf zusteuern.“ Mindestens zwanzig Minuten liefen sie durch dichtem Wald, ehe sie mehr Licht sahen. Sie standen wie gebannt am Rande der wirklich sehr kleinen Lichtung. Da sahen sie die Hütte und sie ist wirklich bewohnt. Eva Maria nahm Christians Hand und lief mit ihm direkt auf die Tür zu. Von drin war nichts zu hören. Sie klopften vorsichtig an die Tür und warteten ab. Ihnen schlug das Herz bis zum Hals. „Wer mag uns jetzt öffnen? Stören wir auch keinen Fremden, der mit Simon nichts zu tun hat?“ Mitten in den Gedanken öffnete sich die Tür, denn er sah sie bereits am Waldrand. „Eva Maria ist also Diejenige, die nach ihm sucht?“ Freude verspürte er in sich. Stumm schauten sie sich lange an. Eva Maria kamen die Tränen und über ihre Lippen kam kein Ton. Christian nickte ihm nur zu und legte ihr die Hand auf die Schulter. „Beruhige dich Kleines.“ Er reichte Simon die Hand entgegen. „Wir kennen uns nicht. Mein Name ist Christian Mösch und ich kenne die Hütte. Sie gehörte einem alten Freund von mir. Entschuldige bitte, dass ich Eva Maria hierherbrachte. Sie sucht ihren Cousin.“ Ihm kamen die Tränen ebenfalls. „Dachte schon, der Friese hat es verraten.“ „Welcher Friese?“ „Der vom Kiosk. Er wollte ständig mehr über mich wissen. Brauchte Abstand von allem.“ Nun zog Simon die Maske herunter und hielt die Arme Eva Maria entgegen. „Du bist Diejenige, welche geforscht hat, wer sich hinter Simon Stdeareg verbirgt.“ Simon ging nun auf sie zu und umarmte sie. „Cousine du wirst immer schöner. Die Männer müssen doch Schlange stehen bei dir?“ Reichte Christian die Hand und bat sie in die Hütte. „Kommt herein! „Ich mache uns einen Kaffee und Ihr berichtet, wie Ihr mich gefunden habt?“ „Wie gesagt, mein alter Freund hatte mich in meinen Kinderjahren mal für einige Ferientage hier eingeladen. Lange her und ich erinnerte mich daran. Eva Maria hat bei mir Quartier genommen.“ „Weshalb bist du überhaupt verschwunden, Simon?“ Er stellte jedem eine Tasse Kaffee hin und für sich nahm er ein Glas und stellte den Löffel rein, damit es nicht platzt. „Ich wollte nicht mehr Leben, als ich meine Familie verloren hatte. Ich gab mir die Schuld dafür. Wäre ich nicht mit Marcel nach Sri Lanka geflogen, würden sie sicher noch leben.“ Kurzes schweigen, dann setzte erneut zum Sprechen an. „In der Zeit wo ich hier die Beerdigung organisierte und den Haus verkauf, starb mein Freund gleich danach.“ Sie schauten ihn fragend an. „Wie?“ „Wir planten gerade eine Tour durch den größten Wasserfall, den Donbuella uns vorzunehmen. Da passierte der Unfall! Fuhr sich durch das Gesicht und wischte sich die Verzweiflung weg. „Marcel konnte nicht warten auf mich und unternahm es im Egotrip. Man fand ihn einige Tage später tot an einem Felsen liegend.“ Erstaunt schauten sie ihn an. „Wie Leichtsinnig von ihm.“ „Ich flog dann hin und sorgte für das Begräbnis, denn er hatte keine Verwandten. Blieb dort fast zwei Jahre und mich zog es zurück nach Deutschland. Wollte nicht mehr nach Frankfurt. Sah in der Zeitung die Anfrage: „Wer liebt die Einsamkeit in der Natur und mitten im Wald?“ Ich meldete mich und bin seit sieben Jahren hier. Erkannte meine Chance mir alles von der Seele zu schreiben. Den Rest kennt Ihr!“
Simon schwieg und sah sie nur an. Eva Maria stand auf und nahm ihn in den Arm. „Meine Eltern kennen die Bücher auch. vor allem Höhlenfürst. Sie haben es verschlungen und hatten sofort an dich dabei gedacht.“ Christian stand auf und wollte sich verabschieden. Eva Maria schaute Simon an und brachte doch kein Wort über ihre Lippen. „Meine liebe Cousine, Du kannst gerne mich besuchen kommen, nur ich werde hierbleiben. Mein Leben gefällt mir so, auch mit Maske. Bitte behaltet es noch für Euch. Ich schreibe gerade an einem neuen Enthüllungsthriller. Danach können wir mein Maskenleben beenden.“

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