Schnee von gestern
von Mari-Wall
Cyril
Zum Glück konnten die Mädels ausschlafen am Wochenende. Bärbel ging immer noch der Partyverlauf durch den Kopf. Bernardo setzte zuerst Freyer ab und brachte dann sie heim. „Bärbel, darf ich fragen, ob du in Beziehung bist? Ich fände es schade, wenn so eine hübsche Frau allein ist. Oder kann es sein, dass du Sorgen hast?“ „Ja, du darfst fragen. Nein ich habe keine Sorgen, ebenso keine Beziehung mehr.“ Bernardo lächelte und führte sie zur Haustür. „Gute Nacht. Wir sehen uns Montag im Büro.“ Er drehte sich noch einmal um und winkte ihr zum Gruß.
Nachdenklich öffnet sie die Tür und schaltete das Licht an. Es ist gut beleuchtet im Treppenhaus, so dass sie leichten Schrittes die Treppe nahm. Es ist zwar ein Fahrstuhl vorhanden, doch ein wenig Bewegung schadet nicht. Freyer mochte sie im Auto nicht fragen, ob sie auch Cyrils Namen gehört hatte. Montag ist noch genügend Zeit dafür. Irgendwie war sie doch innerlich aufgewühlt. „Bernardo, pfiff als er sein Auto in die Garage fuhr und ins Haus ging. Er schenkte sich noch einen Grappa ein und besann sich seiner Worte zur ihr. Freyer saß auch noch ein wenig im Wohnzimmer und dachte über die Party nach. Karlotta und Samanta, „sind sie wirklich ein Paar? Vermutet hatte ich es schon, denn man sieht die beiden ständig zusammen ohne männliche Begleitung. Im Grunde freue ich mich für sie. Ob Bärbel auch gehört hatte, dass der Name von Cyril gefallen war. Na Montag muss ich sie unbedingt danach fragen.“ Bärbel suchte am Morgen ihr Smartphone und fand es im Mantel. Oh, 7 verpasste Anrufe und einige Nachrichten. „Mama,
was will sie? Frieder Porgy versuchte auch sie zu erreichen. Was ist da los? „ Sie kochte sich ein Kaffee und setzte sich gemütlich auf das Sofa. Mama: „Mein Mädchen ist alles in Ordnung? Traf Cyril und er versteht die Welt nicht mehr. du solltest unbedingt mit ihm noch ein klärendes Gespräch führen.“ „Wieso mischt sie sich ein? Ich werde doch wohl meine Entscheidungen selbst treffen dürfen.“ Frieder Porgy: Bärbel, melde dich doch bitte umgehend. Cyril hatte hier angerufen und er versteht dich nicht.“ „Drehen sie jetzt alle durch? Dann sah sie ganz unten eine Sprachnachricht von Cyril. Ihr wurde plötzlich ganz heiß. „Sollte ich sie wirklich anhören, oder lieber gleich löschen?“
Sie rief nun zuerst bei Christin an. „Mama, was ist los? Brennt die Hütte bei dir?“ „Nein, ich mache mir nur Sorgen. außerdem geht es Cyril nicht gut mit deinem stillen Ausbruch. Du solltest ihm reinen Wein einschenken. Das hat er verdient.“ „Ja, stimmt Mama.“ Ich bemühe mich, ihn anzurufen. Dachte im Stillen, ständig diese Einmischung. Bin doch kein kleines Kind mehr.“ Sie trank einen kräftigen Schluck von ihrem Kaffee, dann rief sie bei Frieder an. „Sitzt du auf dem Telefon, dass ich so lange warten muss? Schließlich willst du etwas von mir?“ „Nein, meine Liebe, ich mache mir nur Gedanken, ob es dir gut geht“ „Ja, natürlich geht es mir gut. Weshalb denn nicht? Glauben sie denn alle, ich bin im Brunnen gefallen?“? „Ich brauche frische Luft. Ein Spaziergang wird mir guttun.“ Sie rief bei Freyer an und fragte: „Ich brauch eine Freundin? Hast du Zeit?“ „Ja, ich bin in zwanzig Minuten im Park.“ Bärbel strahlte, als Freyer auf sie zukam und umarmte. „Was ist geschehen? Will dir einer ans Leben?“ Sie berichtete kurz was alles so geschah, nachdem Bernardo sie Heim fuhr. Lächelnd sah sie Bärbel an. „Ich bin ganz Ohr.“ „Es begann damit, dass ich Cyrils Namen hörte. Dann die Fragen von Bernardo. Die Nachrichten von Frieder und Mama.“ Freyer hörte aufmerksam zu. Nun habe ich noch die Sprachnachricht von Cyril. Das ist zu viel:“
Wir hören sie jetzt gemeinsam an. Keine Widerrede.“ Bärbel, schade dass du so einfach verschwunden bist. Es tat sehr weh. Viele Stunden habe ich darüber nachgedacht. Nun weiß ich. dass die Luft raus war schon länger. Du hättest doch mit mir reden können. Ich grolle dir nicht. Wünsche dir glück und dass du zufrieden bist in Rom. Meine Cousine Samanta berichtete mir, dass sie dich getroffen hatte und ich sie im nächsten Monat besuchen möchte. Ich würde mich freuen, wenn wir uns sehen könnten. Ein Gespräch als Abschluss fände ich wichtig. Wünsche dir alles Liebe. Cyril.“