Schnee von gestern
von Mari-Wall
Bernardo
Zirka 45 Minuten war sie bei ihm im Büro. „Hatte Freyer etwas angestellt?“ Bärbel blickte sich im Raum um. Es kam von niemanden eine Bemerkung. Nur Schulterzucken. „Ich werde also lieber sehr vorsichtig sein, damit mir kein Fehler unterläuft. Ich hoffe sehr, dass ich nicht wieder mit einem Geheimnis konfrontiert werde? Noch einmal halte ich dies nicht aus.“ Da ging die Tür auf und Freyer trat ins Büro. Lachte Bärbel an und setzte sich an ihren Schreibtisch. Blätterte in den Akten herum. Nach fünf Minuten schaute sie zu ihr und fragte: „Hättest du nach den Dienst noch Zeit für mich?“ Bärbel nickte eifrig und freute sich darauf. „Wollte zwar noch eine Kleinigkeit einkaufen, doch dies verschiebe ich auf morgen. „ Die Zeit wollte heute gar nicht verstreichen. Der Zeiger lief viel zu langsam. Endlich Feierabend riefen sie alle im Chor. Bärbel schaute zur Uhr und grinste. Ließ ihren Rechner runterfahren und nahm ihre Tasche. Ging zum Kleiderständer und holte noch rasch ihre Jacke. Freyer rief ihr zu: „Einen Moment bitte, ich brauche noch dringend eine Erfrischung.“ Im Schreibtisch holte sie eine Flasche Orangensaft hervor und trank in einem Zug sie aus. „Das brauchte ich jetzt.“ Bernardo kam auch aus seinem Büro und trat zu Freyer, streichelte ihre Wange und flüsterte: „Habe einen schönen Abend.“ Zugewandt zu Bärbel , ich wünsche ihnen ebenfalls einen angenehmen Feierabend.“ Sie gingen gemeinsam hinaus und nahmen den Weg zur Bar. „Was meinst du Bärbel, hast du Lust mit zu Samanta zu gehen? Sie hat heute in der Bar dienst. macht immer viel spaß mit ihr.“ Bärbel schaute in die Richtung zur Bar und lächelte. „Sie lädt ja schon vom Anblick ein.“ Schnellen Schrittes traten sie auf die Eingangstür zu, öffneten und es strömte sanfte Musik zu ihnen. „Schön hier drin. Ich glaube dies wird meine Lieblings Bar.“ Sie suchten sich einen zweier Tisch und bestellten sich einen Cocktail. „Du bist sicher sehr neugierig und möchtest wissen, weshalb ich bei Bernardo so lange war.“ Bärbel schaute sie forschend an. „Was war nun so wichtig? Ging es um ein neues Projekt? Oder, oder?“ Freyer lachte nun laut auf. „Ach herrjeh. Bernardo und ich? Irgendwie ja.“ Bärbel war ganz erschüttert und bekam kein Wort heraus. „Nein Liebes, er ist mein Vater.“ Was dein Vater?“ „Ja, er bat mich vor drei Jahren bei ihm einzusteigen, damit ich mal die Agentur übernehmen kann. Schließlich ist er schon 55 Jahre alt und nicht mehr der Jüngste.“ „Na, übertreibe mal nicht. Ist doch kein Alter. „ „Stimmt schon, doch seit meine Mutter verstorben ist, denkt er ans abtreten.“ „Wie, deine Mutter? War sie krank?“ „Nein, sie hatte einen Autounfall gehabt, als sie mit ihren Freundinnen im Urlaub waren.“ „Oh, mein Mitgefühl du Liebe.“ „Für Bernardo war es sehr schlimm, weil sie geplant hatten eine Weltreise zu machen im Sommer. Mein kleiner Bruder Gino macht noch sein Abby und will Arzt studieren und hat für die Agentur nichts übrig. Deshalb will Papa, dass ich es übernehme.“ –„Willst du es denn?“ „Ja natürlich. Es ist meine Leidenschaft. Ich will aber auch, dass er noch lange den Chefsessel behält.„ Bärbel legte ihre Hand auf ihre und drückte sie kurz. „Das ist für Euch eine große Herausforderung.“ Samanta brachte ihnen noch ein Sprits und setzte sich zu ihnen. „Trank mit ihnen auf Du, denn sie liebt es schlicht und einfach. Sie stießen gemeinsam an, da fragte sie schon: „Habt ihr Lust am Samstag zu einer Party mit zu gehen? Ist echt der reinste Wahnsinn.“ Sie einigten sich und Samanta ging wieder zum Bedienen.