Schnee von gestern
von Mari-Wall
Freyer
Die Mischung ihrer Charaktere sind perfekt. Mit 25 Jahren hat sie ein wunderbares Auftreten. Bärbel mag Menschen, die Spontan handeln und wissen was sie erreichen wollen. Unbequeme Eigenschaften fallen schnell herunter. Wird rasch abgetan mit dem Spruch, „Schnee von gestern“. Freyer arbeitet jetzt Mittlerweile drei Jahre in dieser Agentur. Sie ist gut Informiert. Bärbel ist zwar in der Werbung sehr Kreativ strukturiert, doch hier bei Bernardo sind einige Eigenschaften, die sie erst einmal verdauen muss. Pünktlichkeit steht nicht an erster Stelle. Sie trudeln ein, wann es ihnen beliebt. „Sowas würde sie in eigener Sache nicht dulden. Pünktlichkeit ist für Bärbel das A & O. Bei ihr würden die Abmahnungen nur so hageln.“ Freyer lachte laut: „Kann ich mir gut vorstellen, bei deinem Temperament.“
Bärbel musste nun auch lachen. „Glaubst du, Bernardo hat ein Problem mit meiner Art zu arbeiten? Ich kann ihn noch nicht einschätzen, denn ich sah ihn nur kurz.“
Claude und Ricarda sind ein eingefleischtes Team. Sie organisieren die Außenbereiche. Wir vermuten, dass sie etwas mit einander haben. Genau wissen wir es nicht. Sind aber immer auf Beobachtungsposten. Bärbel starrte die beiden kurz an und nickte nur. Flüsterte Freyer zu, „könnte wirklich sein.“
Freyer, bitte stups mich an, sollte mir etwas entgehen, denn ein Fauxpas kann ich mir nicht leisten. Wär mir sehr unangenehm.“
„Der Chef wird dir nicht den Kopf abreißen. Er ist wie ein Teddy umgänglich.“ Da wurde die Tür auch schon aufgerissen und ein warme tiefe Stimme brummte, “Bongiorno“.
Im Chor kam gleich der Gegenpart, „Bongiorno Bernardo“.
Er kam auf Bärbel zu gelaufen und reicht ihr die Hand entgegen. „Señora Ledier, herzlich Willkommen. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit. Sie haben sich doch hoffentlich schon eingelebt?“ Bärbels Herz schlug vor Aufregung im dreiviertel Takt. Bernardo wandte sich nun den Anderen zu. Alle teilten ihr Fortschritte mit und sein grinsen, zeugte von Zufriedenheit. „Freyer, kannst du bitte noch kurz zur Besprechung ins Büro kommen?“ Sie lächelte ihn an und schaute dann zu Bärbel. Mit großen Augen schaute sie ihnen nach. „Was will er von ihr? Läuft da etwas ? Oder hat sie einen Sonderauftrag?“