So ein Zufall

Von

Mari-Wall

Alida kommt in drei Tagen endlich aus der Klinik. Sie hatte ihre Knochenbrüche gut überwunden. Noch immer kann sie nicht vergessen, dass solch ein Idiot sie anfuhr, als sie von der Schule nach Hause unterwegs war mit ihrem Fahrrad. Die Polizei teilte ihr mit: „Dass ihr Rad, nur noch Schrott sei. Sie hätte großes Glück gehabt, dass sie noch lebt.“ Ihr saß der Schreck wirklich noch im Genick. Immer wieder versucht sie zu konstruieren, was geschah. Kein Bild will sich ihr zeigen. Doch erfuhr Alida, dass Mariam es von der anderen Straßenseite den Unfall beobachtet hatte. Sie wurde befragt und berichtete jede Kleinigkeit. Der rote Porsche kam mit rascher Geschwindigkeit um die Ecke und hielt genau auf Alida drauf. Es sah so aus, als wollte er sie töten. Nur verstehen konnte sie es nicht, denn Alida fuhr vorschriftsmäßig auf den Fahrradweg. Den Fahrer kannte Mariam von ihrem Wohngebiet. Dort fiel er öfters auf, wegen zu schnellem Fahren. Auch waren Drogen im Spiel. Lars Törensen flog vor Jahren aus der Schule, denn sein benehmen ließ zu wünschen übrig. Kein Respekt dem Lehrpersonal gegenüber. Die Schüler fanden ihn auch völlig Chaotisch. Kaum Freunde. Sein Elternhaus war jedenfalls kein Vorbild, denn da ging es hoch her. Alkohol und Drogen spielten eine große Rolle. Mariam, bat ihre Mutter dringend aus dieser Gegend wegzuziehen. Es ist keine gute Ecke für sie und ihre kleineren Geschwister. Linda kommt jetzt zur Schule und ihr Bruder geht noch in den Kindergarten. Irgendwie mochte sie Alida, denn sie war ein nettes Mädchen und half den Kindern, die es schwerer Hatten. Heute fuhr sie noch einmal zu ihr ins Krankenhaus und berichtete, was so in der letzten Zeit passierte. Die Polizei hatten Lars Törensen festgenommen. Bei ihn fand man große Mengen von Drogen und einige gestohlene Gegenstände. Es stellte sich heraus, dass er voller Drogen war, als der Unfall passierte. Sein Zorn galt der ganzen Welt und es war also ein Zufall, dass er sie erwischte. Alida schaute nun fragend zu Mariam. „Er hatte es nicht auf mich persönlich abgesehen?“ „Nein, er war eine Gefahr für alle Menschen, die in sein Fahrgebiet gerieten. Nun hoffe ich, dass man ihn für lange aus dem Verkehr zieht und es nie wieder passieren möge.“ „So ein Zufall, wird es hoffentlich nie wieder geben, dass gerade ich erwischt werde.“

Mari-Wall

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