Ein Wunsch frei

von Mari-Wall

Ute war völlig erschöpft, nachdem sie den neuen Vertrag einer besonderen Filmserie abgeschlossen hatte, wollte sie nur noch heim. Sie ließ ein Bad ein und schüttete reichlich Mohnschaum dazu. Am liebsten wäre sie darin eingeschlafen, doch die Vorsicht mahnte leise. „Lege dich lieber für eine Stunde ins Bett. Kaum lag sie, schlief sie auch sofort. Sie tauchte in einem wunderschönen Traum ein. Der warme weiße Sand streichelte ihre Fußsohlen. Was für ein wohliges Gefühl. Stundenlang könnte sie an diesem Strand entlanglaufen. Ute sah in alle Himmelsrichtungen und entdeckte zirka 700 Meter entfernt eine Palmenreihe. Wie malerisch, diese besonders große

Palme.

Zögerlich näherte sie sich ihr. Wie hypnotisiert lief sie darauf zu.

Einen Meter davor blieb sie stehen. Hier waren noch Spuren eines Lagerfeuers zu sehen. Wie Leichtsinnig. Reste von Grillkohle, einige Pappbecher standen ebenfalls herum. Manche sogar noch mit

Coca-Cola gefüllt.

Dort unterm Baum liegt eine leere Rumflasche herum. Dort hinten sogar eine volle Whiskyflasche. Leere Bierflaschenstehen in einem Müllbeutel daneben. Die hätten lieber eine Sandskulptur erbauen sollen, das wäre ansehenswerter. Ute hatte in ihrem Rucksack eine Rolle Müllbeutel, falls es nötig wird aufzuräumen. Nun lohnt es sich und sie packte alle Reste in einem blauen Sack und zog das Band zu. Nach getaner Arbeit setzte sie sich unter die schönste Palme und schaute aufs Meer. In der Ferne sah sie die Segeleiner Yacht. Die Segel haben die Farbe meines Lippenstiftes. Irre, wirklich der gleiche Farbton.

Sie verspürte das Bedürfnis ihre Haarbürste hervorzuholen und sich einen Zopf zu binden. Der Wind flatterte doch sehr dadurch. Ehe sie kaum noch zu bändigen sind. Ihr Pinkes Haar

Schmückte sie mit einer Schmetterlingsspange. Nachdem sie zufrieden war, schaute sie verträumt in die Weite. „Wie weit mag der

Horizont vom Ufer entfernt sein?“ Die blaue Segel einer kleineren Yacht sind ganz Windzug dagegen. Muss wohl viel entfernter sein, als die große Yacht. Die Sonne tanzt mit ihren Strahlen auf dem Wasser ein seltsames Spiel. Sie flimmert in verschiedenen Farben dabei. Man kann darin sich verlieren. Für den Abend wurde ein Klarer Himmel vorausgesagt.

Einige Sterne um malten die zarte Mondsichel. Wenn die Sicht so bleibt, wird die Mondsichel stärker zum Ausdruck kommen. Ein romantischer Anblick, doch wäre es schön ihn in Zweisamkeit zu erleben. „Schicksal oder gewollt?“

Zwei Stunden später begann es zu stürmen und der Himmel veränderte sich. Das Meer peitschte die Wellen hoch und eine totale Finsternis trat ein. Laute

Geräusche flogen einem um die Ohren. Gigantisch das Wellenspiel. Der

Herzschlagtrieb seine Possen mit einem. „Panik oder Abenteuer.“ Umherschauend war es spannend und grausig zugleich. „Schön wäre es, wenn Jemand zum Kuscheln hier wäre. „Dieses Schauspiel mit zu erleben. So etwas, ist doch ein Naturgeschenk.“

Ute drehte sich im Schlaf herum, zog ihre Bettdecke höher bis zur Nasenspitze. . Das Telefon klingelte schon eine Ewigkeit. Sie zog die Decke über die Ohren. Im wachwerden ärgerte sie sich, weil ihr bewusst wurde, dass war nur ein Traum. Schlafverloren nahm sie den Hörer ab und fragte: „Manfred, habe ich ein Wunsch frei?“ “Mein Engel jeden Wunsch.“ Lasse uns Urlaub machen in Florida?“

Mari-Wall

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